Topmanager und Großaktionär_innen von DOW CHEMICAL scheuen den Pranger!

Die Trophäe des Internationalen Black Planet Award 2015 erreichte nach den Aktionen am 01.12. und der Mahnwache am 02.12. in New York auf der Wall Street am 05.12. die Vorstände Andrew Liveris und James Ringler sowie die Großaktionär_innen von DOW CHEMICAL. Sie verweigerten uns an sämtlichen Eingängen der Konzernzentrale unter Androhung polizeilicher Maßnahmen den Zugang und die Entgegennahme der Trohphäe.

In Michigan ist es mit dem Versammlungsrecht nicht weit her: Bereits nach einer einzigen Aufforderung das Gelände zu verlassen droht polizeiliche Arrestierung. Wir landeten zwar am 05.12.2016 nicht in der Arrestzelle der örtlichen Polizei, aber wir wurden von einem massiven Security-Aufgebot nicht zum Empfang der Konzernzentrale in Midland/Michigan vorgelassen.

Wir stellten gemeinsam mit Vertretern der Internationalen Kampagne für Gerechtigkeit in Bhopal und von AID USA Tropäe, Urkunde und Offenen Brief auf der Wiese vor dem Haupteingang ab. Der Werkschutz war derart verblüfft, dass er nicht eingriff. Wir filmten die Szene und übertrugen sie live nach Bhopal – ein weiterer Beweis für die skandalöse Arroganz der Verantwortliche bei DOW CHEMICAL, die seit 32 Jahren den Hunderttausenden Opfern der weltgrößten Chemiekatastrophe Entschädigung und Wiedergutmachung verweigern. Immerhin traten in einem ihrer indischen Werke auf Grund mangelnder Sicherheit Giftgas aus und tötete Zehntausende und schädigte Hunderttausende gesundheitlich.

Die Verweigerung der Annahme und der Einsatz des Werkschutzes gegen uns zeigen, die Preisträger_innen sind getroffen und scheuen den Pranger. Mit dem ethecon Negativpreis werden „Personen gebrandmarkt, die im Spannungsfeld Ethik und Ökonomie ethische Prinzipien in herausragender Weise mit Füßen treten und derart den Blauen Planeten in Gefahr bringen. Offenbar hat es die richtigen getroffen.

Allen Verboten und dem großen Security-Aufgebot zum Trotz führten unseren Protest vor der Firmenzentrale fort. Ausgerüstet mit einem Megafon verlasen wir den Offenen Brief an die Geschmähten. Dort heißt es u.a.: „Ebenso wenig sieht sich das leitende Management von DOW CHEMICAL verantwortlich für die heute noch akuten Leiden der vietnamesischen Zivilbevölkerung an den Folgen der im Vietnamkrieg versprühten Gifte. DOW CHEMICAL war einer der Konzerne, die das Entlaubungsmittel Agent Orange und das Benzin-Gemisch Napalm federführend herstellten. Das ausschließlich auf Profit gerichtete Handeln des Chemieunternehmens zieht sich bis in die Gegenwart fort. Das hochgiftige Asbest ist längst weltweit verboten und geächtet. Der US-Konzern DOW CHEMICAL verwendet den Stoff noch immer in der Produktion in Europas größtem Chlorwerk in Stade.“

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